Gartenverein Grunewald
14 Biologischer Pflanzenschutz
Merkblatt 14 · Gartenwissen
Biologischer Pflanzenschutz
Ein lebendiger Garten beherbergt Pflanzenfresser und ihre natürlichen Gegenspieler. Marienkäfer, Florfliegen, Laufkäfer, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Spinnen und weitere Tiere können helfen, Schädlinge in Grenzen zu halten. Ziel des biologischen Pflanzenschutzes ist ein stabiles Gleichgewicht statt einer vorschnellen Bekämpfung einzelner Tiere.
Vorbeugen und beobachten
- Fördere Nützlinge mit vielfältigen Blüten, heimischen Pflanzen, Rückzugsorten und möglichst wenig Bodenversiegelung.
- Kontrolliere Pflanzen regelmäßig und erkenne Schäden früh.
- Stärke Pflanzen durch passende Sorten, Fruchtfolge, gesunden Boden und bedarfsgerechte Bewässerung.
- Entferne einzelne Schädlinge oder befallene Pflanzenteile von Hand, wenn das ausreicht.
- Schütze Kulturen bei Bedarf mit geeigneten Netzen oder Barrieren.
Das alte Merkblatt beschreibt auch Hausmittel und Präparate. Solche Mittel sind nicht automatisch harmlos: Sie können Nützlinge, Pflanzen oder Gewässer schädigen. Verwende Pflanzenschutzmittel nur, wenn nötig, nur zugelassene Produkte und genau nach der aktuellen Kennzeichnung. Sprühe nicht vorsorglich und nicht auf blühende Pflanzen oder aktive Nützlinge.
Bei starkem oder unklarem Befall hilft die Gartenfachberatung, die Ursache zu bestimmen und eine möglichst schonende Maßnahme auszuwählen.